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Eine kleine Alltagsgeschichte von ARCA

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An einem Montag im Mai 2011 durfte Mar 7 Hunde nach Deutschland und in die Schweiz in ein besseres Leben senden … wunderbar … am gleichen Tag wurde ihr aber auch ein Wurf mit 4 Pudelmixwelpen in einem Karton vors Refugio gestellt … und weil das noch nicht genug war, wurden auch 3 erwachsene Hunde abgegeben … das sollte jetzt aber reichen … aber nein, es folgten noch 3 halbwüchsige Hunde im Alter von 5 Monaten (siehe Fotos, Stand Mai 2011), welche bei einer Helferin der ARCA „deponiert“ wurden … was für eine Geschichte … 7 Hunde verlassen das Tierheim und 10 andere beziehen es im selben Atemzug wieder … ein Fass ohne Boden … wird sich das jemals ändern?

17.05.2011:
Die 3 Halbwüchsigen hatten allem Anschein nach noch nie oder kaum Kontakt zu Menschen. Ganz langsam öffnen sie sich ein bisschen. Zwei lassen sich schon hochheben, der dritte im Bunde hat immer noch große Angst und beißt um sich wie ein kleiner Piranha. Die drei „Musketiere“ lebten auf dem Land, nahe eines Wohnviertels. Die Helfer versuchten auch die Mutter zu finden. Leider ohne Erfolg, niemand weiß, was mit ihr passiert ist. Sie sollen nun geimpft und weiter an menschlichen Kontakt gewöhnt werden, damit auch sie eine Chance auf ein Zuhause bekommen.


20.05.2011:
Nun sollte man denken, dass diese Hunde nun in Sicherheit sind und nichts mehr zu befürchten haben. Leider schreibt das Leben aber andere Geschichten. Gestern war ein sehr trauriger Tag. Einer der drei Musketiere ist gestorben. Schon als Mar und die Helfer ins Tierheim kamen, sahen sie, dass die 3 Kleinen sehr traurig waren und sich übergeben hatten. Sie wurden sofort zum Tierarzt gebracht und dort hat sich der Verdacht bestätigt. Das Schreckgespenst „PARVO“ hat die Junghunde erwischt. Die Helfer ließen die Hunde in der Klinik. Sie bekamen Infusionen und Medikamente. Heute Morgen kam dann die traurige Mitteilung, dass es einer nicht geschafft hat und die anderen sich in einem sehr kritischen Zustand befinden … die Medikamente schlagen nicht an. Der Tierarzt meinte, dass die letzten Tage und die Umsiedlung ins Tierheim sehr traumatisch für die Hunde waren. Dieser Schock kann unter anderem die Krankheit zum Ausbruch gebracht haben. Manchmal denkt man wirklich, dass, egal was man macht, es sowieso verkehrt ist. Nimmt man die Hunde nicht auf, werden sie überfahren oder vielleicht vergiftet, sie verhungern und verdursten, werden überall verjagt und oft geschlagen. Nimmt man sie auf, kann ihnen aber auch das Tierheim in manchen Fällen zum Verhängnis werden … so wie jetzt. Was soll man nur tun? Es macht einen jedes Mal traurig, wenn es einer nicht schafft, doch manchmal liegt es einfach nicht in unseren Händen.

22.05.2011:
Heute sind auch die beiden Musketiere gestorben.