![]() |
||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||||||
Wer kennt sie nicht, diese magischen Momente, in denen man sofort weiß, dass es ein solcher ist. Ich erlebte ihn, als ich das winzig kleine Bild von Yago auf meinem Bildschirm sah. Seitdem ist ein Jahr vergangen und jede Minute mit ihm ist traumhaft!
Wenn wir z. B. essen, legt er sich entspannt hin und wartet, bis wir fertig sind und seinen Napf füllen. Wenn jedoch mit dem Messer ein Apfel geteilt wird, weiß er, dass er den Butzen bekommt, während wir den Rest verspeisen. Wenn wir Besuch bekommen oder aus dem Haus gehen, lässt er uns den Vortritt. Gehen wir jedoch spazieren und er entdeckt seitlich oder vor uns ein ihm suspektes Objekt, warnt er uns und bellt. Wir haben ihm nie "Gib Pfote" beigebracht, denn es sieht bei ihm irgendwie unpassend albern aus. Sie kommt jedoch manchmal ganz von alleine und dann fühlen wir uns sehr umarmt – ich kann’s nicht anders formulieren. Vom Charakter her ist er kein Hund, der sich übermütig auf den Rücken wirft, um gekrault zu werden, aber ein frischer Grasschnitt oder die Spur einer Maus lockt den Maulwurf in ihm hervor. Sein Blick / Gesichtsausdruck ist enorm facettenreich und variiert von gelangweilt über verärgert bis hin zu "Ich freue mich sehr, dass du mein Freund bist". Er geht jeden Tag mit mir in den Laden und genießt die zahlreichen Kontakte, weiß aber in jeder Sekunde, dass er zu uns gehört und will auch nur mit uns mit. Das beruht komplett auf Gegenseitigkeit, denn auch wir können nicht ohne ihn. Sein Vertrauen ist inzwischen beinahe grenzenlos und seine Auffassungsgabe genial. Wenn seine "Selbstreinigungskräfte" nicht ausreichen-:), kann es sein, dass ich mit einem Eimer Wasser und einem Lappen bereitstehe und sehr auf seine Mithilfe angewiesen bin. Das hat von Anfang verblüffend gut funktioniert. Denn er lässt sich gern verwöhnen (Eisklumpen aus den Pfoten herauspuhlen, Zecken entfernen, bürsten, kraulen, abtrocknen) und er weiß, dass der Tierarzt ihm hilft, auch wenn die Untersuchung und anschließende Therapie etwas unangenehm oder gar schmerzhaft ist. Er bleibt ruhig und vertrauensvoll. Bei kleinen Kindern, die womöglich noch etwas laut sind, kann es sein, dass er sich erst einmal ratlos hinsetzt und uns fragend anschaut. Oder er zieht sich einfach zurück. Auch pubertierenden Artgenossen bringt er viel Geduld entgegen, bevor er sie kurz anraunzt, wenn sie ihm gar zu sehr auf die Pelle rücken. Begegnet uns jedoch ein Hund, der ihm nicht sympathisch erscheint, steht er da und ist präsent. Dann genügt ein kurzer Hinweis von uns, dass wir die Situation unter Kontrolle haben und er entspannt sich wieder. Ohne Leine ist er ein Traum, an der Leine kann es (noch) vorkommen, dass es ihm manchmal zu eng hergeht und dann bellt er ebenfalls, wenn ihm etwas oder jemand suspekt erscheint.
Wir danken von ganzem Herzen seinen Rettern und der Pflegefamilie, die ihn aufgenommen hat, bis wir gekommen sind!
Ute Hipp, www.tipolino.de