![]() |
||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|||||
Hallo, hier schreibt Archi,
zwei Jahre war ich in Arca Jaén, bis ich dann zusammen mit ein paar Kumpels die aufregende Reise nach München angetreten habe. Während des Flugs musste ich speien, was mir heute auch noch beim Autofahren passiert. Sensibler Hundemagen halt, aber der Reihe nach. Am Flughafen wartete bereits mein neues Frauchen. Ich wollte ja lieber mit Mar mit, aber sie war plötzlich verschwunden. Mein neues Frauchen hatte tolle Leckerlies dabei und müde war ich mittlerweile auch, also ging ich mit ihr mit. Kenn ja sonst niemanden hier. Die Nacht verlief ruhig, am Morgen hab ich als erstes mein Frauchen stürmisch beim Aufstehen begrüsst.
Zwischenzeitlich habe ich mich gut eingelebt. Es wohnen hier noch zwei Flattertiere, die mitunter ganz schon Krach machen und durch die Bude fegen, aber davon lasse ich mich nicht in meinem Schlaf stören. Die Küche hier ist einwandfrei, dauernd gibt es was leckeres zu futtern. Über den Service kann ich mich auch nicht beschweren, regelmäßiges Bürsten und Massagen sind inklusive. Selbstverständlich habe ich meine Geschäfte vom ersten Tag an draußen verrichtet, so wie es sich für einen noblen Hundemann auch gehört.
Tagsüber tobe ich mit meinen neuen Kumpels in der HuTa und abends schmuse ich ganz lange mit meinem Frauchen. Ins Büro durfte ich auch schon mit und hab dem Chef und den Kollegen von meinem Frauchen gleich mal klargemacht, dass sie nix an ihrem Schreibtisch verloren haben. Frauchen war ziemlich erschrocken, denn bislang hatte ich noch nie gebellt oder geknurrt. Aber manchmal muss ein Hundemann eben tun, was ein Hundemann tun muss: Frauchen beschützen.
Normaler Weise macht das ja Frauchen für mich. Denn wenn wir draußen spazieren gehen, hab ich noch ganz schön Angst: Viele fremde Menschen und Hunde, Geräusche und Gerüche. Am Liebsten stehe ich in der Wiese und fresse Gras. Man munkelt schon, ich würde zuhause nichts zum Fressen bekommen. Dabei habe ich längst kapiert, um was es bei „Sitz“ wirklich geht, nämlich dass es bei einem schmachtenden Hundeblick Leckerlies gibt. Ich sag Euch, das habe ich schon supergut drauf!
Mein Frauchen sagt, ich soll Euch ausrichten, dass ich wirklich so ein lieber Hund bin! Sie meint, es wäre unglaublich, wie gut erzogen ich bin und dies, obwohl ich seit dem Welpenalter im Tierheim lebte und ein Zusammenleben mit Menschen in einer Wohnung überhaupt nicht kenne. Ihr großer Respekt und Dankbarkeit gilt Mar, die es fertig bringt, trotz der vielen Hunde und den dortigen Bedingungen allen Tieren soviel Liebe und Zuwendung zukommen zu lassen, dass sich diese Hunde ihre liebe Seele und das Vertrauen gegenüber Menschen bewahren.
Meiner Patin, Andrea Ferrari, soll ich auch vielen Dank und liebe Grüße ausrichten, hat doch mein Frauchen immer so viele Fragen gehabt, die sie alle geduldig beantwortet hat.
An meine Kumpels in Arca Jaén, vor allem an meinen Kumpel Olivo: Haltet durch!!! Ich drücke auch alle vier Pfoten, dass Ihr auch bald ein feines Plätzchen findet!
Viele Grüße vom Archi